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Auf dem Wasser der Natur nahe kommen

Ob mit dem Kajak, dem Kanadier oder einem Kanu: die Zeit auf dem Wasser verspricht viel Ruhe in der Natur. Je nachdem, wo man sich ins Boot setzt, kann man wahlweise an Felsen vorbei, durch Wälder oder sogar auf dem Meer paddeln.

Jede Szenerie hat ihren eigenen Reiz und mit etwas Glück kann man obendrein noch verschiedenste Tiere beobachten. Natürlich sieht man sowohl auf Binnengewässern als auch auf dem Meer viele Fische und Vögel. Die unterschiedliche Vielfalt der beiden Orte könnte dennoch nicht größer sein.

Quelle: Pixabay

 

Binnengewässer

Im Süßwasser der Binnengewässer sind – wie der Name verrät – Süßwasserfische heimisch. Bei Sonnenschein und klarem Wasser lohnt sich eine kurze Pause an einer ruhigen Stelle. Friedfische, die Insektenfresser unter den Fischen, springen mit ihren meist schillernden Schuppen direkt ins Auge. Sie bewegen sich in der Regel im Schwarm, sodass die Chancen gut sind, mehr als einen Fisch zu sehen. Insekten sind abends aktiv und so sind auch die Friedfische meist in den Abendstunden zu sehen. Sie selbst sind allerdings auch beliebte Beute für Raubfische. Diese großen, dunklen Kreaturen mit den riesigen Mäulern lassen sich leider nicht so gut beobachten. Sie verstecken sich zum Jagen gerne in hohem Schilf und verbringen den Tag auf dem Grund des Gewässers. Es ist also nicht verwunderlich, dass viele Angler erst in der Dämmerung an den See oder den Fluss fahren.
Wendet man in bewaldeten Gebieten den Blick vom Wasser nach oben, eröffnet sich die Vielfalt der Vogelwelt. Singvögel geben ihre Position mit Freuden preis und auch Spechte und Uhus sind schnell entdeckt. Am Ufer lassen sich allerlei fellige Waldbewohner beobachten. Auf einem See wird man diese Tiere vergebens suchen, wird aber dafür mit Möwen, Enten und Schwänen belohnt. Otter sind in Deutschland zwar sehr selten, aber mit etwas Glück sieht man dennoch einen Bau und kann den kleinen Fellschwimmern beim Äste verbauen zusehen. Fun Fact: Seeotter halten sich ab und zu bei den Händen, wenn sie schlafen. Damit treiben sie nicht ungewollt auseinander und finden Schutz in der Gruppe.

Quelle: Pixabay

 

Auf dem Meer

Auf dem offenen Meer lassen sich Möwen aus der Ferne sehen. Die Unterwasserwelt ist dagegen nur eine Armlänge entfernt. Am häufigsten trifft man auf Quallen. Egal ob große oder kleine Quallen, diese sich neuerdings aus Mangel an natürlichen Feinden rasant vermehrenden Tiere sind in unseren Breitengraden ungefährlich. Lediglich die Tentakel der Feuerqualle sollten vermieden werden. Hat man einen besonderen Glückstag, zeigen sich sogar Delfine. Diese freundlichen Wesen lassen sich gerne auf ein paar gemeinsame Minuten mit dem Menschen ein. Aber Vorsicht: Mit einem Boot auf dem Meer zu fahren, ist etwas anderes als die Fahrt auf Binnengewässern! Die Vorbereitung fordert mehr Zeit, da man unbedingt die Wetterverhältnisse beobachten muss. Auch sollte man sich nicht weiter als 100 bis 200 Meter von der Küste oder dem Strand entfernen, um in Falle eines Wetterumschwungs die Chance zu haben ans Ufer zurück zu paddeln. Die Risiken des offenen Meeres können natürlich erst mal abschrecken. Möchte man sich den Salzwasserspaß dennoch gönnen, sei auf Buchten verwiesen. Hier ist das Wetter stabiler und die Chancen erstaunlich hoch, Robben in freier Wildbahn zu erleben. Robben leben auf steinigen Ufern und besonders gern in der Nähe von Klippen und Felsen.

Quelle: Pixabay

 

Ein Ausflug auf dem Wasser ist also nicht nur ein Sport oder Adrenalin-Kick, sondern auch ein intensives Erlebnis in der Natur. Mit etwas Geduld und ein wenig Übung lassen sich in jeder Umgebung Bauten und ihre Bewohner finden. Das Leben ist überall zu Hause.

 

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