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Genusstouren auf Donau & Co.

Genusstouren auf Donau & Co.Die Donau und ihre bayerischen Zuflüsse Wörnitz, Altmühl, Naab, Regen und Inn bieten vielfältigen Stoff für echte Kanuträume. Allein schon der wasserreiche Inn zwischen Rosenheim und Passau wartet mit einer 185 km langen Flussstrecke auf. Stimmungsvolle Tagestrips, aber auch mehrtägige Flussfahrten buhlen um einen Platz bei der Urlaubsplanung 2016. Alle Gewässer führen an mittelalterlichen Städten, kunstvollen Klöstern und urgemütlichen Biergärten vorbei. Einige Flüsse liegen in Naturparks oder berühren Landschaftsschutzgebiete. Trotz ihrer Nähe zueinander unterscheiden sich die hier vorgestellten Touren ganz erheblich. Alfons Zaunhuber berichtet detailreich über die schönsten Flüsse in der Mitte und im Osten Bayerns.

Genusstouren auf Donau & Co.

Text/Bilder: Alfons Zaunhuber

Donau

Die Donau gilt als die »Königin« unter Europas Flüssen. Schon Kelten und Römer siedelten an ihren Ufern. Der schönste Donauabschnitt führt durch den Grand Canyon von Ostbayern zwischen Weltenburg und Kelheim. An der Seilfähre bei Eining beginnt unsere Fahrt (Parkplatz und Einkehrmöglichkeit). Auf der rechten Anhöhe könnte man vorab das Römerkastell »Abusina« besichtigen, das Kaiser Titus zur Bewachung des Limes um 80 n. Chr. erbauen ließ.

Schon kurz nach dem Einstieg drängt der Jura an den Fluss heran und wenig später rückt das malerisch gelegene Kloster Weltenburg (Bayerns ältestes Kloster) in das Blickfeld. In der Rechtskurve befindet sich eine große Kiesbank, die zum Anlanden einlädt. Die Klosterkirche aus dem 7. Jh. birgt das erste gemeinsame Werk der Gebrüder Asam, den Shootingstars des Spätbarocks. Das Gotteshaus mit seinen pompösen Fresken und dem geschickt konstruierten Hauptaltar mit versteckten Fenstern ist der kulturelle Höhepunkt. Unmittelbar daneben lockt ein beliebter Biergarten im Innenhof mit deftiger Regionalküche und einem besonders würzigen Klosterbier. Wer kann dieser Verlockung widerstehen? An der Außenseite des Klosters sollte man noch einen Blick auf die Hochwassermarkierungen werfen.

Auf den folgenden sechs Kilometern wird der »Grand Canyon von Ostbayern« seinem Namen voll gerecht: Bizarre Felsformationen wie »Drei feindliche Brüder« oder »Versteinerte Jungfrau« bieten ein besonderes Naturschauspiel. Bis zu 80 Meter hoch sind die Felswände, die Donau wird auf 70 Meter Breite zusammengedrängt. Schon nach wenigen Metern lockt eine kleine Bucht zu einer Fahrtunterbrechung, um im sommerlich warmen Flusswasser zu schwimmen. In den Felswänden über uns beobachten wir Kletterer im bunten Outfit. Kaum zu glauben: In den 1950er Jahren gab es Pläne für eine Staustufe inmitten der Weltenburger Enge! Heute ist der Donaudurchbruch ein Naturdenkmal.

Ein voll besetztes Ausflugsschiff biegt um die Ecke und wirft große Wellen. Hier heißt es für Kanuanfänger, frühzeitig ausweichen! Vorbei am Gasthaus Klösterl, einer ehemaligen Einsiedelei, erreicht man viel zu schnell die Stadt Kelheim am Ende der Durchbruchstrecke. Als weitere Sehenswürdigkeit lockt noch die Befreiungshalle auf dem Michelsberg, in den Jahren 1842–1863 von König Ludwig I. als Mahnmal an die Napoleonischen Befreiungskriege errichtet. Zum Rückholen des Fahrzeugs bietet sich der Donau-Radweg an.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 01/2016.

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