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Seenlust und Dolce Vita: Kanutouren in der Sportarena Gardasee

IMG 0258Am Gardasee läuft der Süden zur Hochform auf. Gleichzeitig ist die Region ein Outdoor-Paradies ersten Ranges. Doch nicht nur Biker, Surfer und Kletterer fühlen sich hier pudelwohl, auch Kanuten finden am oberitalienischen Alpenfjord ein vielfältiges Paddelumfeld, zumal Flüsse wie Etsch und Mincio, aber auch einige spektakuläre Bergseen wie der Lago di Ledro oder der Lago di Molveno nicht weit sind. Alfons Zaunhuber hat das Gebiet erkundet.

Am Gardasee beginnt das Dolce Vita. Gleichzeitig bietet diese äußerst beliebte Region am größten und vermutlich schönsten See Italiens auch Sportmöglichkeiten wie kaum irgendwo sonst, dazu eine spektakuläre mediterrane Naturlandschaft. Surfer, Mountainbiker, Kletterer und Wanderer finden hier eine Vielzahl an Tourenmöglichkeiten der Spitzenklasse. Selbst die Fußballstars des FC Bayern München absolvieren traditionell ihr Sommertraining in Riva bzw. Arco. Nur die Paddler zieren sich noch etwas. Dabei bietet der See gute Möglichkeiten für kurzweilige Tagestrips oder eine mehrtägige Seeumrundung.

Auch die kleineren Alpenseen im Umfeld sowie die Flüsse Mincio und Etsch sind weitere Optionen für einen abwechslungsreichen Urlaub in einer Region, die für ihr mildes Klima berühmt ist. Kaum einer weiß, dass am Lago di Ledro bereits in vorchristlicher Zeit Kanus gebaut wurden. Auch sonst bewegt man sich häufig auf den Spuren der reichen Geschichte Italiens. Städte wie Verona und Trient, aber auch weniger bekannte Zeugen der Vergangenheit begegnen dem interessierten Outdoor-Sportler hier auf Schritt und Tritt.

Gardasee: Von der Sarcamündung zu einem Höhlenwasserfall

Diese Paddeltour am nördlichen Gardasee führt zum Wasserfall des Torrente Ponale, der in einer Felshöhle direkt in den Gardasee mündet. Der markante Einschnitt ist weithin sichtbar und nicht zu verfehlen – und hierher kommt man nur per Boot. Der windreiche Nordteil des Gardasees ist wegen seiner verlässlichen Winde ein Refugium der Surfer und Segler. Paddler unternehmen diese Tour in der Regel am besten am Vormittag, um bis 13 oder spätestens 14 Uhr zurück zu sein, wenn der Südwind Ora richtig heftig wird.

gardasee doppelseite

Im Bereich der Sarcamündung setzen wir unsere Boote ins Wasser. Hier gibt es einen gebührenpflichtigen Parkplatz in der Via Lungo Sarca. Rechts am Ufer entlang geht es in Richtung Riva. Schon nach wenigen Minuten ist man im Windschatten des Monte Brione, der den zunächst von Norden kommenden Wind abhält. Wir fahren am Sportboothafen Porto San Nicolò und an einigen Badestränden vorbei. Hinter der Punta Lido blicken wir auf die Altstadt von Riva mit der Rocca, einer massiven, viereckigen Scaligerburg aus dem 12. Jahrhundert. Dann beginnt der malerische Hafen, ein Schmuckstück von Riva. Direkt darüber erhebt sich das hoch in den Himmel ragende Massiv der Cima Rocca (1.089 m), auf die einige Klettersteige führen … 

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in Ausgabe 03/2015 des kajak-Magazins.

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