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Ausrüstung für den Paddelnachwuchs – Kanu statt Kinderwagen

Paddeln mit Kind? Warum nicht! Unsere Kaufberatung hilft bei der Investition in die perfekte Ausrüstung, von der passenden Schwimmweste über die Auswahl eines geeigneten Boots bis hin zu Kinderpaddel und Neoprenbekleidung. So wird die Kanutour mit Nachwuchs zum spannenden, aber ungefährlichen Abenteuer.

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Safety first: Nie ohne Rettungsweste

Kinderkriegen bedeutet nicht das Ende der Kanukarriere, aber gänzlich ungefährlich ist eine Kanutour mit Kindern natürlich nicht. Die Kleinen können ins Wasser fallen, wenn sie sich zu weit über Bord lehnen oder das Boot kann kentern. An erster Stelle steht daher selbstverständlich die Sicherheit, und wie im Straßenverkehr gilt es auch auf dem Wasser besonders aufmerksam zu sein und die Augen offenzuhalten, um drohende Gefahren möglichst frühzeitig zu erkennen und das Kind im Notfall retten zu können.

Der einfache, aber unumstößliche Grundsatz lautet: Rettungswesten sind Pflicht! Da bei Kindern am praktisch auch immer im Wasser bedeutet, sollten die Westen aber sicherheitshalber nicht nur im Boot, sondern auch auf ufernahen Zeltplätzen oder dem Bootshaussteg getragen werden. Um lange Diskussionen mit dem Nachwuchs oder ausgewachsene Wutanfälle wegen hässlicher, unbequemer oder sonstwie unangenehmer Westen im Keim zu ersticken, sollten alle Erwachsenen mit gutem Beispiel voran gehen und selbst immer Schwimmwesten tragen, sobald es ins Boot geht.

Für Kleinkinder und Nichtschwimmer kommen nur spezielle Rettungswesten in Frage. Sie sind mit einem speziellen Kragen ausgestattet, der den Kopf über Wasser hält. Kontraproduktiv sind in diesem Zusammenhang allerdings normale Einweg-Windeln, da deren Eigenauftrieb den Windelpopo im ungünstigsten Fall nach oben dreht und das Gesicht dann trotz Rettungskragen unter Wasser bleibt. Bei der Kanutour sollte die Pampers daher immer weggelassen oder gegen eine spezielle Aqua-Windel getauscht werden. Rettungswesten für Babys und Kleinkinder gibt es in verschiedenen Größen, die ab 5 kg Körpergewicht beginnen. Das bei Kleidung ansonsten beliebte Argument »Da werden sie schon reinwachsen« gilt bei der Weiterverwendung der Schwimmweste des größeren Geschwister- oder Paddelkameradenkinds aber auf keinen Fall. Die Rettungsweste muss exakt sitzen und genau auf das Körpergewicht des kleinen Paddlers abgestimmt sein, zu groß ist ansonsten die Gefahr, dass das Kind im Ernstfall aus der Weste rutscht (deswegen auch immer darauf achten, dass der spezielle Beingurt geschlossen ist) oder der Auftrieb nicht ausreicht, um den Körper über Wasser zu halten.

Können die Kinder schon schwimmen, so sind Rettungswesten allerdings nicht ganz unproblematisch. So wichtig der Kragen bei Nichtschwimmern auch ist: Er behindert das aktive Schwimmen in Bauchlage und kann Kinder, die zum ersten Mal mit einer Rettungsweste zu schwimmen versuchen, leicht in Panik versetzen. Schwimmwesten ohne Kragen kommen allerdings frühestens in Frage, wenn Mama oder Papa stolz das Seepferdchen-Abzeichen auf die Badehose des Nachwuchses genäht haben. Eine umfassende Marktübersicht zu Feststoff-Schwimmwesten finden Sie in kajak-Magazin 1/2014…

Einen ausführliche Kaufberatung lesen Sie in Ausgabe 04/2014 des kajak-Magazins.

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