Aktuelle Ausgabe

Wildwassertrip in Italien

Aostatal und Umgebung kennenlernen

Über das Ziel für den anstehenden Wildwasserurlaub herrschte bei Lorenz Eberle und seinen Freunden lange Zeit Unklarheit. Frankreich bot zu wenig Wasser, während es in Österreich regnete. Aber Urlaub und Regen? Da dies nicht so recht zusammenpasst, kamen als Alternative das Piemont und das Aostatal ins Gespräch. Letztendlich packte man Boote, Mountainbikes und Wanderschuhe auf und in den VW Bus und machte sich auf in Richtung Italien.

Das Aostatal mit der Hauptstadt Aosta liegt im Nordwesten der Region Piemont und zählt historisch und naturgeografisch auch zu dieser. Es bildet jedoch als autonome Region mit Sonderstatut eine eigene Verwaltungseinheit. Die Fläche beträgt 3.262 qkm, die Einwohnerzahl liegt bei rund 125.000. Das Aostatal grenzt nördlich an die Schweiz (Kanton Wallis), westlich an Frankreich (Rhône-Alpes), südlich und östlich an die Region Piemont (Provinzen Turin, Biella und Vercelli).

Für Flüsse gilt wohl das gleiche wie für den berühmten Becher. Ob er halb voll oder halb leer ist, liegt im Wesentlichen an der Sichtweise des Betrachters. Und so beunruhigte uns die SMS von Bastian, die uns kurz vor unserem Urlaubsstart erreichte, nicht allzu sehr. Er war mit Jakob bereits seit dem vergangenen Wochenende südlich der Alpen unterwegs und schickte uns nun die Information, die das Herz eines Paddlers alles andere als erfreut: »Alles trocken! Wir sind auf dem Weg nach Frankreich, kommt doch einfach nach.«

Aber gerade bei Bastian und mir gehen die Definitionen über halb voll und halb leer weit auseinander. Zu gut erinnerte ich mich noch an die beiden längsten Schwimmer meiner Kajaklaufbahn. Beide gingen unter der Obhut von Bastian zwar problemlos von statten, aber ein fanatischer Wuchtwasserfan bin ich weder auf der fast überlaufenden Isel noch auf dem gut gefüllten Saugraben der Brandenberger Ache in Tirol geworden.

Über das eigentliche Reiseziel unseres Herbsttrips bestand lang Unklarheit. Als »Normalpaddler«, die sich auf Wildwasser II bis IV am wohlsten fühlen, boten sich uns um diese Zeit nur wenige Möglichkeiten. In Österreich regnete es zwar, und die dortigen Pegel hätten eine erquickliche Paddelei garantiert. Aber Urlaub und Regen? Irgendwie war uns nicht danach. Und ich wollte schon immer mal ins Piemont und in das Aostatal. Aber die Wasserstände versprachen eben alles andere als einen erfreulichen und wasserreichen Paddelurlaub. Und so ergänzten wir unser Sportequipment neben den Kajaks noch um Mountainbikes und (bis auf meine Wenigkeit) Wanderschuhe. Die Hoffnung auf ein paar schöne und vor allem paddelbare Bäche wollten wir aber nicht aufgeben.

...

Einen ausführlichen Bericht und weitere Tourenvorschläge lesen Sie in der Ausgabe 01/2010 des kajak-Magazins.

Share