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Auf der Elbe durch das Elbsandsteingebirge

Das Elbsandsteingebirge ist ein vorwiegend aus Sandstein aufgebautes Mittelgebirge am Oberlauf der Elbe in Deutschland und Tschechien. Es erstreckt sich beiderseits der Elbe von Pirna bis Děčín (Tschechien) auf einer Fläche von etwa 700 qkm. Höchster Berg ist der Děčínský Sněžník (Hoher Schneeberg) mit 723 Metern. Länderbezogen werden die Landschaften Sächsische Schweiz in Deutschland und Böhmische Schweiz in Tschechien unterschieden.

Hohe bizarre Sandsteinformationen, malerische Kurorte und Elbstädte, uralte Bergfestungen und Schlösser, hervorragende Gastronomie zu bezahlbaren Preisen; Zeit zum Erleben und Träumen sowie die größte historische Raddampferflotte der Welt heben die Kanutour auf der oberen Elbe nach Meinung von Detlef Stöcker auf Genießerniveau.

Bevor ich zu meiner Tour elbabwärts starte, lege ich einen Zwischenstopp beim Verein Kanusport in Dresden ein. Die Mitglieder helfen Paddelkollegen beim Umsetzen nach Schmilka, dem Einstiegspunkt meiner Reise, direkt hinter der deutsch-tschechischen Grenze. So steht nach Abschluss der Tour das Auto bereits am Endpunkt meines verlängerten Wochenendtrips, der sich ohne weiteres zu einer Mehrtages- oder gar Langfahrt-Paddeltour ausweiten ließe.

Die Elbe ist mit über 800 Kilometer Länge einer der vier großen Ströme Deutschlands. Auf einer Strecke von über 500 Kilometern bildet sie einen innerdeutschen, sich zumeist träge dahin wälzenden Flachlandfluss, bevor sie in die Nordsee mündet. Auf ihrem deutschen Oberlauf zwischen Schmilka und Dresden durchbricht sie das Elbsandsteingebirge, das mit seinen bizarren Felsformationen ein idyllisches Weichbild bietet und mit seinem angrenzenden Nationalpark zu viel mehr lädt, als nur mal eben schnell daran vorbei zu paddeln. Wer sich die Zeit gönnt und die Möglichkeit dazu hat, sollte die Tour zwischen Schmilka und Dresden als Pfingstausflug oder gar auf eine Woche planen – es liegen einfach viel zu viele Sehenswürdigkeiten an den Elbufern Sachsens.

Die Mitglieder des Vereins Kanusport Dresden und Mitarbeiter der lokalen Globetrotter-Filiale sind bei meiner Ankunft sehr rührig, bereiten sie doch die regionale »Globeboot« vor, ein Kanufest und -testival, das an allen Standorten des Outdoor-Filialisten Globetrotter die Paddelsaison eröffnet.

Am folgenden Morgen werden sich Tausende Interessierte vielleicht zum ersten Mal in ein Kanu und auf die Elbwogen wagen. Allerdings ziehe ich es vor, schnellstmöglich nach Schmilka zu kommen, und so fahre ich bald darauf mit einem Vereinskollegen der Dresdner weiter nach Schmilka. Vorher deponiere ich noch mein Fahrrad bei der »Kurt-Oggel-Hütte«, dem Zeltplatz für Kanuten des Vereins Kanusport Dresden in Stadt Wehlen. Danach geht’s weiter nach Schmilka zum Einstieg für Kanus, damit ich noch das erste Stück Elbe bis Stadt Wehlen paddeln kann, während mein Begleiter mein Auto zurück zum Vereinsgelände nach Dresden bringt – ein vorbildlicher Service unter Sportfreunden.

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Einen ausführlichen Bericht und weitere Tourenvorschläge lesen Sie in der Ausgabe 01/2010 des kajak-Magazins.

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