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Mehr als nur Käse und Kägi-fret – Das Berner Oberland in der Schweiz

Ein umfassendes Kultur- und Freizeitangebot, die landschaftliche Vielfalt sowie die Gastfreundschaft der Einwohner machen das Berner Oberland zu einer beliebten Ferienregion. Auch »Nordlicht« Heinz-Georg Luxen fühlt sich in den höher gelegenen Teilen des Kantons Bern fast schon heimisch, lässt sich doch auch nach mehrmaligem Besuch immer wieder etwas Neues entdecken.

Das Berner Oberland umfasst das Gebiet um den Thuner- und den Brienzersee sowie die südlich davon gelegenen alpinen Landschaften bis hinunter zum Wallis. Die Landschaft ist geprägt durch eine Reihe von Tälern, die vom Hauptkamm der Berner Alpen nach Norden abfallen. All diese Täler entwässern letztendlich in die Aare, die schließlich die beiden großen, oben erwähnten Seen bildet. Im Norden ist das Oberland durch das Berner Mittelland und im Westen durch die Kantone Waadt und Freiburg (bereits der französisch sprechende Teil der Schweiz) umgeben. Fast allgegenwärtig sind die majestätischen Gipfel von den Bergriesen Eiger, Mönch und Jungfrau.

Diese geografisch einzigartige Lage lockt Touristen aus der ganzen Welt an und übt einen besonderen Reiz auf die Outdoor-Sportler aus. Berge, Gletscher, Flüsse und Seen ermöglichen fast jede Sportart. Ganz nebenbei gibt es unzählige touristische Highlights, die ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm garantieren, so dass auch Familien nicht zu kurz kommen – und das alles, ohne vom Standquartier allzu lange Anfahrtswege zu haben. Für uns Bootfahrer kommt noch ein weiterer Vorteil hinzu. Aufgrund der hohen Berge und der unterschiedlichen Einzugsgebiete der Bäche haben wir zwischen Ostern und Ende Oktober schon fast eine Wassergarantie und somit eine außergewöhnlich lange Saison. Sicherlich haben nicht alle Bäche permanent ausreichend Wasser zum Paddeln, aber irgendwas geht immer. Ein weiterer Vorteil dieses Gebiets ist, dass hier wirklich Paddler aller Könnensstufen auf ihre Kosten kommen.

Das Abenteuer beginnt

Als wir Mitte September auf dem Campingplatz »Manor Farm«, direkt am Thunersee gelegen, eintreffen, ist es noch ungewöhnlich warm – ideale Bedingungen also für uns Bootfahrer. Entsprechend groß ist natürlich die Vorfreude, schließlich verbinden wir mit dem Berner Oberland viele schöne Erlebnisse und spannende Paddeltouren. Eine Vielzahl der Freunde ist bereits auf dem Platz und die Wiedersehensfreude groß. Schnell wird das Zelt aufgebaut, und das Fleisch brutzelt auf dem Grill. In geselliger Runde werden bereits die ersten Pläne für den morgigen Tag geschmiedet und, wie sollte es anders sein, in Erinnerungen geschwelgt.

GEWÄSSER Infos

Schwarze Lütschine: Grindelwald – Burglauen, ca. 5 km, WW I – II; Baumgarten – Gündlischwand ca. 3 km, WW II – III+

Weiße Lütschine: Stechelberg – Lauterbrunnen, ca. 8 km, WW II; Lauterbrunnen – Wehr, ca. 3 km, WW IV/IV+, der letzte Kilometer bis zum Wehr WW I; Wehr – Zusammenfluss mit der Schwarzen Lütschine, ca. 3 km, anfangs WW V, abnehmend auf WW IV – V, das letzte Drittel bis zum Zusammenfluss WW II – III

Lütschine: der verbotene Katarakt WW IV – V; Ausgang des Katarakts – Brienzersee, ca. 6 km, WW I – II (wenig lohnend)

Simme: Boltigen – Kraftwerk Erlenbach, ca. 15 km, WW II – III

Kleine Simme: Hangelenbrücke – Zweisimmen, ca. 4 km, WW II – III (IV). Achtung: Wehre bis zu 5 Meter hoch!

Fildrich/Chirel: Zwischenflüh – Oey, ca. 5 km, das Teilstück auf der Fildrich WW IV, Chirel bis WW IV, sehr schwere Wildbäche.

Simme/Kander: Brodhüsli – kurz vor der Mündung in den See, ca. 5 km, WW II – III; Schlückhalsschlucht WW IV. Achtung: Blockwurfwehre! Anspruchsvolles Wildwasser mit erheblicher Verblockung.

Obere Kander: Mittholz – Kandergrund, ca. 3 km, WW V fallend auf WW IV – V, Teilstücke leichter

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Die Bach-Kurzbeschreibungen dienen lediglich einer Vorabinformation bezüglich einer Tourenplanung innerhalb des Berner Oberlands! Ständige Aktualisierungen findet man auf der Internetseite des Alpin Kajak-Teams Suisse

www.alpin-kajak-team.ch

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Einen ausführlichen Bericht und weitere Tourenvorschläge lesen Sie in Ausgabe 01/2009 des kajak-Magazins.

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