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Café du Kayak – Der große OUTDOOR-Kaffeemaschinen Test

Ob zu Hause oder im Zelt – Kaffee ist der Muntermacher am Morgen schlechthin. Das hat auch die Outdoor-Industrie erkannt und so finden sich im Programm der Ausrüster viele mehr oder weniger nützliche Helfer. Michael Hennemann, selbst bekennender Koffein-Junkie, hat sich an den Feldversuch gewagt und 14 verschiedene Produkte rund ums Kaffeetrinken unterwegs im Praxiseinsatz getestet und gibt viele Tipps zum Kaffeekochen auf der Kanutour.

Ich gestehe: Ohne (mindestens) eine Tasse Kaffee geht bei mir am Morgen gar nichts. Bin ich in der kälteren Jahreszeit unterwegs, ist es mir sogar am liebsten, wenn Wasser, Kaffeepulver und Kocher griffbereit im Vorzelt liegen, so dass ich mich für die Zubereitung der ersten Tasse Kaffee nicht einmal aus dem Schlafsack pellen muss.

Dass ich nicht der Einzige bin, der den flüssigen Wachmacher für einen gelungenen Start in den Tag benötigt, bestätigen die Zahlen des Deutschen Kaffeeverbands. Denen zufolge ist Kaffee das beliebteste Getränk der Deutschen, und durchschnittlich trinken die Bundesbürger knapp vier Tassen pro Tag, die sich über das Jahr auf 158 Liter addieren. Seit meiner ersten längeren Reise bin ich auf der Suche nach der optimalen Lösung, um meine Koffein-Lust auch unterwegs zu stillen. Nachdem ich die Zeit des Hagebuttentees und einer  Flüssigkeit, die man beim besten Willen unmöglich als Kaffee identifizieren konnte, in den Jugendherbergen und Ferienheimen dieser Republik irgendwie überstanden hatte, habe ich in den letzten fünfzehn Jahren wohl jede erdenkliche Art und Weise ausprobiert, um auch auf Tour einen schmackhaften Kaffee zuzubereiten.

Eines vorweg: Sollten Sie sich jemals am Ende der Welt auf einer einsamen Insel wiederfinden und haben für das Frühstück die Wahl zwischen löslichem Instantkaffee und irgendetwas anderem, dann empfehle ich Ihnen eindringlich, sich für irgendetwas anderes zu entscheiden. Löslicher Kaffee ist zwar gut zu transportieren und schnell zubereitet, aber von richtigem Kaffee soweit entfernt wie der Steinzeitmensch von der Mondlandung. Die gleiche Geschmacksgüte liefert auch der Versuch, die in den letzten Jahren populär gewordenen Kaffeepads direkt im Becher mit heißem Wasser zu übergießen. Das ergibt eine Plörre, die mit Kaffee nicht im Entferntesten etwas zu tun hat. Von den modernen Senseo-Kaffeemaschinen zurück in die 1990er, als Deutschland kaffeetechnisch ein Entwicklungsland war und röchelnd-sprotzende Filtermaschinen allgegenwärtig waren. In dieser Zeit entdeckte ich die Lust am Reisen und draußen unterwegs sein. Auf meinen ersten Touren war daher immer ein einfacher Filterhalter samt Papierfiltertüten mit an Bord. Nur das Wasser zum Kochen bringen, meistens auf dem Trangia-Spiritus-Sturmkocher (der im Übrigen bis heute zuverlässig seinen Dienst verrichtet), und über das Kaffeepulver gießen – fertig war der direkt in den Becher gefilterte, leckere Kaffee.

Einen ausführlichen Bericht und weitere Tourenvorschläge lesen Sie in Ausgabe 06/2010 des kajak-Magazins.

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