Aktuelle Ausgabe

Alpin Kajak Team

Eine starke Gemeinschaft

Sie kümmern sich um den Gewässererhalt und die -pflege der Wildflüsse im Berner Oberland. Das Alpin Kajak Team Suisse ist eine starke Gemeinschaft, die es verdient hat, genauer vorgestellt zu werden. Lorenz Eberle hat dies übernommen.

Das Zauberwort heißt »Mittwochabendfahrt«. Verlässlich wie ein Schweizer Uhrwerk kündigt sich diese jede Woche per EMail an. Absender ist Martin Zbinden, einer der Aktivposten beim AKT (steht für das Alpin Kajak Team Suisse). Treffpunkt ist, der Name sagt es bereits, mittwochabends, und es geht zum Paddeln auf einen der vielen herrlichen Bäche des Berner Oberlands. Wer am Mittwoch keine Zeit hat, erhält, meist am Sonntag, eine zweite Chance. Allerdings ist das AKT keine Mitpaddelgelegenheit für Neugierige.

Hier im Berner Oberland kennt man sich – fremde Paddler sind willkommen, aber es braucht die Fürsprache eines der 70 Mitglieder aus der Schweiz oder aus Deutschland, um dann wirklich dabei zu sein. Denn Sicherheit geht nun einmal vor. Und sicher ist vor allem, was bzw. wen man kennt. Im Übrigen sollte man auf Wildwasser der Kategorie 5 zu Hause sein, d.h. mehr als einfach nur gut und sicher in seinem Boot sitzen. Paddeln und die Liebe zu den Flüssen ihrer Heimat, das sind vielleicht die beiden starken Antriebe des Alpin Kajak Teams. Diese Einstellung prägt und äußert sich auf sehr unterschiedliche und vielfältige Weise. Vor über fünfzehn Jahren von einer Handvoll Oberländer Alpinpaddler gegründet, hat sich das AKT etabliert und ist aus der schweizer Kajakszene nicht mehr wegzudenken. Freies und sicheres Paddeln im oberen alpinen Schwierigkeitsbereich, Kameradschaft, Erleben und Spaß mit Gleichgesinnten, das gemeinsame Entdecken und Befahren von unbekannten Bächen, aber auch und vor allem deren Erhalt sind das Hauptanliegen des AKT.

Vor allem die unzähligen Bemühungen zum Gewässererhalt und zur Gewässerpflege sind es, die dieses Team auszeichnen. Gewässererhalt und -pflege? Dieses Betätigungsfeld ist sehr vielfältig. Dazu gehören auf der einen Seite Verhandlungen mit zuständigen Behörden, um zum Beispiel Fahrverbote oder unsinnige Bauprojekte an Flüssen zu verhindern. Das AKT hat dafür inzwischen ein effizientes Netzwerk geknüpft und dabei auch alte (berechtigte und unberechtigte) Vorurteile begraben. Darum gibt es auch eine aktive Freundschaftspflege zu Fischervereinen. Denn letztlich sind diese wie wir Paddler auf intakte Wasser führende Flüsse angewiesen.

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Einen ausführlichen Bericht und weitere Tourenvorschläge lesen Sie in Ausgabe 06/2010 des kajak-Magazins.

 

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