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Limfjord

Paddeln mit Baisislager

Warum nicht einfach einmal den Luxus einer festen Unterkunft mit dem Paddeln verbinden? Kaum eine andere Region in Dänemark bietet in diesem Zusammenhang so viel für Paddler aller Könnensstufen. Von der Familientour in der geschützten Bucht bis hin zur krassen Action in riesigen Wellen für den Paddelfreak – die Region des westlichen Limfjords und der angrenzenden Nordsee stellt jeden zufrieden, wie Björn Nehrhoff von Holderberg bestätigen kann.

Der 160 Kilometer lange und verzweigte Limfjord verbindet Nordsee und Kattegat miteinander. Während er im östlichen Teil einem gewaltigen Strom ähnelt, ist der westliche Teil eine große Wasserfläche, die gesprenkelt ist mit Inseln. Genau hier bieten sich unzählige Tourenkilometer in einer lieblichen und hügeligen Landschaft. Niemals ist es weit bis zur Nordsee, die mit ihren endlosen, einsamen Sandstränden, rauen Fischerhäfen und Leuchttürmen lockt.

Bisher waren wir zwei Mal in der Gegend, sommers wie winters. Vor Reiseantritt haben wir jeweils ein Ferienhaus online bei einem der großen Anbieter gebucht. Die Auswahl ist riesig: vom Luxushaus mit Pool bis zur rustikalen Hütte ist alles dabei. Generell gilt, dass die Häuser in der Nebensaison wesentlich günstiger sind. Besonders für größere Gruppen sinkt dann der Preis pro Person eventuell unter Campingplatz-Niveau. Ein Vergleichen der verschiedenen Anbieter ist durchaus lohnenswert, da es oft Sonderaktionen gibt, die mit niedrigen Preisen Gäste in »Unzeiten« locken sollen.

Bei Namen wie Klitmøller, Nørre Vorupør und Hanstholm bekommen norddeutsche Windsurfer und Wellenreiter ein Glänzen in den Augen. Auch wir wollen mit unseren Kajaks die Wellen der Nordsee abreiten. Die Küsten von Thy rangieren unter den besten Wellenreitspots auf dem Festland Mitteleuropas. Dafür sorgen die unzähligen Buhnen und Bauten am Wasser, die während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg entstanden sind. Sie bringen die Wellen in Form und schützen ein wenig vor dem Wind. Bei westlichen Winden schickt die Nordsee hier richtig kräftige Brecher an den Strand.

Am besten für Kajakfahrer eignen sich aber ablandige Winde und ein Swell, der aus Westen anläuft. Unter solchen Bedingungen muss man sich nicht gegen den Wind hinaus kämpfen. Selbst abgehärtete Wildwasserfreaks finden hier Wellen, die sie herausfordern. Surfen in großen Wellen ist allerdings erfahrenen Kajakern vorbehalten und nicht ganz ungefährlich (siehe Workshop »Surfspaß auf dem Meer« in kajak 2, 3 und 4/2009).

Im Folgenden ein paar Beispiele, wie man seine Tage hier im nördlichen Dänemark verbringen kann.

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Einen ausführlichen Bericht und weitere Tourenvorschläge lesen Sie in Ausgabe 06/2010 des kajak-Magazins.

 

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