Aktuelle Ausgabe

Nächste Ausfahrt Wildwasser: Die Mangfall in Oberbayern

In unserer Serie »Nächste Ausfahrt Wildwasser« geht es dieses Mal etwas gemütlicher zu. Während der Fokus der ersten Folgen mit Eisack und Moesa auf sportlichen Wildflüssen in den Alpen lag, ist unser Ziel in dieser Ausgabe ein idyllischer Voralpenfluss mit spritzigen Einlagen: die Mangfall im schönen Oberbayern. Matthias Breuel hat sich diesen Nebenfluss des Inn näher angesehen.

Von der Autobahn München– Salzburg sind es nur wenige Kilometer zur Einstiegsstelle der kurzweiligen Paddeltour durch schöne Waldschluchten, auf der es abgesehen von einer hohen Brücke keinerlei Berührungspunkte mit der großen Verkehrsader gibt. Für Durchreisende bleibt die 68 Meter hohe Brücke der Autobahn A8, die man auf der Fahrt nach Süden kurz vor der Ausfahrt Weyarn überquert, meist die einzige Begegnung mit der Mangfall.

Während der Tegernsee, aus dem die Mangfall entspringt, trotz ausufernder Besiedlung als Sinnbild für oberbayerische Idylle gilt und von Touristen wie Einheimischen überrannt wird, bleiben im Mangfalltal meist Kenner und Genießer unter sich. Für Paddler war die Mangfall lange Jahre kaum ein Thema. Bereits früh wurde der Fluss für die Holztrift und Energiegewinnung verbaut und mit zahlreichen Wehren, Ableitungen und Kanälen versehen. Seit 1929 wird außerdem ein großer Teil des Mangfallwassers bereits kurz unterhalb des Tegernsees in den Seehamer See abgeleitet, um dort das Leitzachwerk, ein Pumpspeicherkraftwerk, zu speisen. Auf der Ableitungsstrecke animierte die Mangfall, auch aufgrund der schlechten Wasserqualität infolge verschiedener Industriebetriebe, nicht gerade zu einer Kajaktour. Noch im Kanuwanderführer für Bayern von 1991 wird die Mangfall als »abschreckendes Beispiel für die Vergewaltigung eines Gebirgsflusses « bezeichnet.

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Einen ausführlichen Bericht und weitere Tourenvorschläge lesen Sie in Ausgabe 05/2010 des kajak-Magazins.

 

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