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From coast to coast

Mit dem Seekajak quer durch die schottischen Highlands.

Wind und Wetter war Frank Raumel auf seiner Schottland-Tour vom Atlantik zur Nordsee durch das Great Glen ausgesetzt. Dennoch hat er dabei eine Landschaft entdeckt, die bleibende Eindrücke hinterlassen hat.

Es ist Herbst. Die Laubbäume verfärben sich. Schafe blöken auf feuchten Wiesen. Wildgänse formieren sich zu ihrem Flug in südlichere Gefilde. Und in der Dämmerung röhren brünftig die Hirsche an den heidekrautüberzogenen Berghängen. Ein frischer Wind schiebt tiefliegende Wolken gen Osten. Immer wieder ergießen sich kalte Schauer über die wenigen Paddler, die sich in ihren bunten Kajaks, dick in Regenkleidung verpackt, durch das Great Glen Richtung Nordsee kämpfen.

Es ist kalt und grau, doch manchmal, wenn die Sonne für wenige Minuten durch die Wolkenmassen dringt, verändert sich die Szenerie schlagartig. Dann entsteht ein unvergessliches Farben- und Lichtspiel, dann sprühen die Seen tausend Funken vor schwarzem Gewölk, dann strahlt das rotbraune Heidekraut auf den 800 Meter hohen Hängen der Highlands, dann leuchten die Wälder in sattem Grün, stechen Strahlen durch auffliegende Nebelschwaden, spannen sich Regenbögen von Ufer zu Ufer der tiefen Seen. Das sind die magischen Momente, in denen man Kälte und Nässe vergisst.

Hier also wollen wir unsere Idee verwirklichen: in sieben bis acht Paddeltagen rund 150 Kilometer vom Atlantik zur Nordsee paddeln, von einem Meer zum anderen, aus eigenem Antrieb, die schottischen Highlands mit dem Paddelboot durchdringen von Südwest nach Nordost. Wie werden sich Tide, Wind und das wechselhafte Wetter auf unseren Plan auswirken?

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Einen ausführlichen Bericht und weitere Tourenvorschläge lesen Sie in Ausgabe 05/2010 des kajak-Magazins.

chottischen Highlands

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