Aktuelle Ausgabe

Holsteinische Schweiz - Im Wechsel der Jahreszeiten

Die Holsteinische Schweiz im Osten Schleswig-Holsteins übt auf Björn Nehrhoff von Holderberg einen ganz besonderen Reiz aus. Dieser liegt nicht zuletzt im Wechsel der Jahreszeiten begründet, in denen sich diese Landschaft ungeahnt vielfältig und abwechslungsreich präsentiert. Wer sich von den Eindrücken gefangen nehmen lässt und unserem Autor nacheifern will, findet in den an den Bericht anschließenden Tourenvorschlägen auf der Schwentine, der Kührener Aue (Alte Schwentine) und dem Selenter See zahlreiche Informationen für die Gestaltung eines Paddelurlaubs.

Beste Reisezeit

Je nach Priorität: Badewasser und Sonne (Juni bis August); einsame Herbstimpressionen (September); für alle kleinen Abenteurer (Oktober bis März)

Gefahren

Die Schwentine ist aufgrund ihrer geringen Strömung in beiden Richtungen zu befahren. Sie ist ein einfaches Wandergewässer, das sich sehr gut für Familien eignet. Auf den großen Seen muss bei Wind mit Wellen gerechnet werden. Die Ausflugsdampfer auf den Seen und im Unterlauf der Schwentine haben immer Vorfahrt!

 Grüne Tunnel und faule Strömung

Morgens, ganz früh, auf dem Flüsschen Schwentine, irgendwo zwischen Plön und Preetz. Die Sonne kriecht gerade über den Horizont, es ist Frühling, und die hellgrünen Blätter der Erlen, Buchen und Weiden strecken sich an langen Armen über den Fluss. Auf manchen Abschnitten geben sie sich die Hände und schaffen einen grünen Tunnel. Ich lasse mich von der trägen Strömung mitziehen. Genuss pur ist heute das Paddelmotto. Mit der steigenden Sonne erwacht auch die Tierwelt um mich herum: Libellen sitzen auf den Uferpflanzen, ein Reh steht auf einer Wiese in kniehohem Ufergras und beobachtet mich, ein Eisvogel schießt an mir vorbei, und ein Kormoran taucht mit Beute aus dem Wasser. Ich komme mir vor wie in der heilen Welt eines Disney-Films.Irgendwann komme ich zum Lanker See, ein feudaler Gutshof säumt das Ufer. Leuchtende Rapsfelder, saftig grüne Getreidefelder und gelbe Löwenzahnwiesen begleiten mich auf der Weiterfahrt. An den entfernten Seeufern geben beige Schilfgürtel der Szenerie einen Rahmen, aus dem nur die grünen Waldinseln hervorzustechen scheinen. Die seltenen Rothalstaucher, die im Schilfgürtel des Sees verschwinden, um dann gleich wieder geschäftig aufzutauchen, sind mein Zeichen, umzudrehen und nach Hause zu paddeln. Es endet ein Morgen, der süchtig macht nach paddeln.

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 Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in Ausgabe 01/2009 des kajak-Magazins.

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