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Åland-Inseln

PADDEL-ELDORADO zwischen Schweden und Finnland.

Die Åland-Inseln dürften für Seekajaker zum Schönsten gehören, was die Ostsee zu bieten hat. Hier kann man ein ganzes Leben lang mit dem Kajak unterwegs sein und wird doch nie alles gesehen haben. Jörg Knorr paddelte 2002 von Flensburg auf eigenem Kiel dort hin und besuchte fünf Jahre später diese Insel-Traumwelt ein zweites Mal.

Die Åland-Inseln sind eine Inselgruppe am Eingang des Bottnischen Meerbusen zwischen Schweden und Finnland. Sie sind ein autonomer Inselstaat, der politisch zu Finnland gehört, in dem man aber traditionell schwedisch spricht. Åland hat ein eigenes Parlament, seit 1954 eine eigene Flagge und, als weitere Besonderheit, seit 1984 eigene Briefmarken. Trotz aller Autonomie wird Åland bei internationalen Verhandlungen weiterhin durch Finnland vertreten.

»Kennst du eigentlich die Åland-Inseln?«, fragte mich im Winter 1999/2000 ein Freund, dem ich von meiner letzten langen Paddeltour nach Oslo erzählt hatte. »Nein« musste ich antworten und »Wo sind die?« fügte ich hinzu. Dann hörte ich eine Weile dem verlockend klingenden Monolog meines Freundes zu, der die Inseln im Segelboot bereist hatte. Er erzählte von einer traumhaften Inselwelt, nur dünn besiedelt, von wunderschönen Naturhäfen und einem einzigartigen Segel- und sicher auch Paddelgebiet. Das klingt nicht schlecht, dachte ich damals und besorgte mir einige Wochen später eine Landkarte. Schon der erste Blick auf die Karte führte dazu, die Ålands zum Ziel meiner nächsten großen Reise zu machen. Juni 2002. Ich sitze im Hafen von Grisslehamn an der schwedischen Westküste, trinke einen Kaffee und halte Ausschau nach Seglern, die rüber wollen zu den Ålands. Die erste Schäre dieses Archipels liegt knapp 30 km entfernt. Das ist mir eine Nummer zu hart für Hintern und Arme. Ich will sicher gehen und suche nach einem Segelboot, das mich an Bord und mein Kajak in Schlepp nimmt. Fehlanzeige! Kein einziger Segler liegt im Hafen.

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Einen ausführlichen Bericht und weitere Tourenvorschläge lesen Sie in Ausgabe 05/2010 des kajak-Magazins.

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