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So kann der Kajaksport populär wie Beachvolleyball werden

Outdoor-Sportarten befinden sich ganz eindeutig im Aufwind. Das gilt auch für den Kajaksport. Früher ein eher exklusiveres Vergnügen, haben sinkende Preise für die Anschaffung der Boote sowie ein vergrößertes Netzwerk an Leihmöglichkeiten von Kajaks dazu geführt, dass der Wassersport für immer größere Teile der Bevölkerung attraktiv wird. Dennoch hat der Kajaksport noch nicht die Popularität anderer Outdoor-Sportarten erreicht. Wie eine Disziplin innerhalb von wenigen Jahrzehnten vom Randsport zur populären Beschäftigung werden kann, hat das Beachvolleyball vorgemacht. Eine Mischung aus gutem Marketing und deutschen Erfolgen haben dazu geführt, dass sowohl viel mehr Menschen als früher dem Sport aktiv nachgehen, als auch dass große Events Publikumsrekorde verzeichnen. Wie kann dieser Weg auch im Kajaksport eingeschlagen werden?

Bild: Instagram.com

Die Fernsehtauglichkeit zählt

Zunächst einmal ist Beachvolleyball ohne Frage eine sehr fernsehtaugliche Sportart: Die Austragungsorte sind oft Strände an warmen, paradiesischen Orten überall auf der Welt. Dieser Standortvorteil liefert in jedem Fall tolle Bilder, die in der vorherrschenden Mediengesellschaft ein großes Plus sind. Genannt sei beispielsweise der Waikiki Beach auf Hawaii. Dieser gilt nicht nur als einer der schönsten Strände der Welt, sondern ist der Geburtsort der Disziplin Beachvolleyball. Schon vor über einhundert Jahren, im Jahre 1915 soll der Amerikaner George David Center hier das erste Beachvolleyballspiel der Welt abgehalten haben, das offiziell protokolliert wurde. Doch in dieser Hinsicht muss sich der Kajaksport nicht verstecken. Die Verbindung von Meer und Strand ist auch in dieser Disziplin auf jeden Fall herzustellen. Man denke beispielsweise nur an die traumhaften Wasserwege der Great Calusa Blueway in Florida. Hier bietet sich nicht nur für Hobbypadler eine traumhafte Kulisse, die 300 Kilometer langen Wasserwege bieten auch die besten Voraussetzungen, um professionelle Wettkämpfe abzuhalten. Exotikfaktor inklusive.

Deutsche Erfolge sind ein Faktor

Ein weiterer Faktor, der den Beachvolleyballsport nach vorne gebracht hat, ist der Erfolg deutscher Athleten. So ist das gesteigerte Medieninteresse auch auf den Erfolg der beiden Volleyballerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst bei den Olympischen Spielen in Rio zu erklären. Als erstes weibliches deutsches Duo überhaupt sicherten sie sich die Goldmedaille. Dieser Erfolg ist wiederum in Teilen sicher auf den Popularitätsschub zurückzuführen, den die Sportart aufgrund des Goldmedaillengewinns von Julius Brink und Jonas Reckermann vier Jahre zuvor bei den Olympischen Spielen in London erhielt. Denn der Olympiasieg 2012 verschaffte der Sportart hierzulande ein nie gekanntes Interesse. Das gesteigerte Medieninteresse lockte wiederum die Sponsoren an. Erhöhte Aufmerksamkeit für die Sportart wirkte sich auf alle Bereiche des Sportmarketings aus, wodurch auch Wettanbieter wie beispielsweise Betway mehr Wettangebote für Beachvolleyball ins Programm nahmen. Durch all diese Maßnahmen stehen letztendlich den Sportlern mehr finanzielle Mittel für ein besseres Training zur Verfügung, was sich wiederum in Erfolgen messen lässt. Bis zu 4000 Zuschauer zählt beispielsweise das jährliche Beachvolleyballturnier auf der Insel Fehmarn. Das sind alles Zuschauer, die mit geschickt eingesetzten Kampagnen auch für den Kajaksport zu begeistern wären, zumal die deutsche Ostseeinsel dafür hervorragende Bedingungen bietet.

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Vom passiven Zuschauer zum aktiven Sportler

Ein weiterer Grund für das gestiegene Interesse am Beachvolleyball ist, dass es gelungen ist, den Menschen Lust zu machen, den Sport selbst auszuprobieren. Dafür wiederum ist einerseits nötig, dass die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist. Immer mehr Freibäder, aber auch professionelle Sportvereine bieten durch das Errichten von Beachvolleyballplätzen die Möglichkeit, den Sport auszuüben. Beim Kajaksport wiederum sind die entsprechenden Gebiete zur Ausübung des Sports schon vorhanden. Allein der Chiemsee, Bayerns größter See, bietet 80 Quadratkilometer Fläche zum Austoben für Anfänger und Fortgeschrittene.

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Kajaksport kann definitiv zum Trend werden

Werden die genannten Maßnahmen in der Zukunft ergriffen, so könnte sich der Kajaksport in seiner Popularität in Deutschland bald mit dem Beachvolleyball messen. Denn dieser Sport erlebt hierzulande definitiv einen Boom, obwohl laut einer Umfrage von 2017 nur etwas über zwölf Prozent der Deutschen Interesse an dem Sport haben. Doch hochgerechnet sind das immerhin mehr als zehn Millionen Menschen. Eine Zahl, die auch für den Kajaksport bei der richtigen Herangehensweise durchaus möglich erscheint.

 

 

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